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Re: Editorkrieg '05



Moin,

* Felix M. Palmen wrote (2005-01-05 14:29):
>* Thorsten Haude <debian@thorstenhau.de> [20050105 14:02]:
>> An dieser Stelle bin ich dann eben ignorant. Wenn ich auf die Frage
>> nach eine Option eine solche nutzlose Antwort bekomme, sehe ich nicht,
>> warum ich da noch Arbeit investieren sollte, die mir außerhalb dieser
>> Diskussion in keiner Weise hilft.
>
>In der Diskussion hilft dir auch nichts mehr, wenn du gegen vim
>argumentierst, ohne ihn richtig zu kennen. Das kennenlernen bleibt dir
>selbst überlassen, wenn du wirklich Interesse hättest, die Option zu
>finden, wäre das nach einem kurzen Blick in die Konfigurationsdatei oder
>Onlinehilfe getan.

Daß ich Vim nicht richtig kenne, ist ja gerade das Argument.

Ich vermute da ein großes Maß an Betreibsblindheit. Tritt doch mal
einen Schritt zurück und laß Dir durch den Kopf gehen, wie
ungewöhnlich die Bedienphilosophie von Vim (und Emacs) gegenüber
*allen* anderen Programmen ist.


>> Falsch: Die Einarbeitung in vi dauert deutlich länger als eine halbe
>> Stunde. Es ist vielmehr ein permanenter Prozeß, solange man nicht
>> ausschließlich Programme benutzt, die ein gleiches Bedienkonzept
>> haben. Davon gibt es aber keine.
>
>Wer in einer halben Stunde vim noch nicht bedienen kann, hat wirklich
>ein Problem.

Ich begegne andauernd Leute, die nicht mal Notepad vernünftig bedienen
können, ich habe da einen etwas anderen Eindruck.

Oh, man mag das schon als Problem beschreiben, ich weiß nur nicht,
inwieweit das zielführend ist. Es geht ja gerade nicht darum zu
entscheiden, welcher Editor sich nach einem mehrjährigen Studium als
die effizienteste Lösung erweist, sondern um Einsteiger.


>Natürlich kennt man dann nicht alle interessenten Funktionen, aber
>man findet sie bei Bedarf und lernt sie auf die Art kennen. Editoren
>braucht man ständig (Programmieren, Dokumente verfassen, Emails und
>Usenet-Postings schreiben, ...) und wenn man da jedesmal vim benutzt,
>kann man den nach kurzer Zeit im Schlaf bedienen.

Das bedeutet noch nicht, daß er einfach zu bedienen ist.


>> Auf mächtigere Funktionen muß ich auch nicht verzichten, die kann ich
>> mir im Zweifel selbst programmieren. Ich übersehe halt nicht die
>> Funktionen, die mir NEdit außer der besseren Bedienbarkeit bietet.
>
>NEdit müsste in den letzten 2 Jahren eine 180°-Wende vollzogen haben,
>verzeih mir, wenn ich das für unmöglich halte :p

Ich vermute schlicht, daß Du mit NEdit tust, was Du mir bei Vim
vorwirfst: Du beurteilst das Programm, ohne es wirklich zu kennen.


>Du solltest dir wirklich mal anschauen, was emacs oder vim an Funktionen
>(und an Programmierbarkeit) bieten, bevor du solche Sachen erzählst.

Ich behaupte nicht, daß ich mit NEdit Textadventures progammieren kann
(oder was immer Emacs so anbietet) oder mit Perl mithält. Es geht um
einen Editor. 99% der Funktionen sind da, nicht gerechnet in Anzahl
der angebotenen Funktionsaufrufe, sondern in dem was tatsächlich
genutzt wird.


Thorsten
-- 
Omnis enim res, quae quando non deficit, dum habetur
et non datur, nondum habetur, quomodo habenda est.
    - Aurelius Augustinus

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