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Re: [Debian]: Werbung [was: Wann kommt die neue Debian-Version?]



Hallo Marcus!

Ich greife mir nur mal ein paar Punkte Deiner Argumentation heraus, weil
_ich_ finde, daß sie die Sichtweise aus einem typisch technischen Standpunkt
wiedergeben.

>>>>> On Thu, 18 Feb 1999 03:06:20 +0100, Marcus Brinkmann <Marcus.Brinkmann@ruhr-uni-bochum.de> said:

Marcus> [...] Es
Marcus> Es wäre zu überlegen, ob du dem DAU überhaupt
Marcus> Linux empfehlen wollen würdest. Aber welche _konkreten_ Vorteile
Marcus> hat eine installation mit SuSE gegenüber Debian?

Marcus> Wenn hier die Antwort Yast lautet, dann kann ich nur milde
Marcus> Lächeln.

Über Yast habe ich auch schon oft gekotzt (z.B. Bedienung Fx-Tasten remote im
xterm im VT100 mode). Yast gibt aber dem Endanwender (kann mir nicht helfen,
aber Endanwender gefällt mir besser als DAU) das Gefühl/ die Illusion, das
System zu beherrschen; bei Debian findet er/ sie nichts (dselect ist
garantiert nicht Endannwender-tauglich und auch nicht vom funktionalen Umfang
mit Yast vergleichbar).

Marcus> Warum erwarten die Leute, daß sie ein HiTech Gerät wie einen
Marcus> Computer bedienen können sollen ohne ein Wort dokumentation zu
Marcus> lesen? Auf "cookie cutter approaches" sollten wir unbedingt
Marcus> verzichten. Denn Yast läßt den Benutzer im Dunkeln über
Marcus> die Art und Weise, wie ein Problem gelöst wird.

Sie erwarten es eben. Basta. Das ist ein Fact, den wir langsam akzeptieren
sollten. Daß dem nicht so ist weißt Du und ich. Nur sprechen die
Installations-Zahlen von Suse eben diese Sprache.

Marcus> Windows-computing versetzt den Anwender in eine passive Situation, aus
Marcus> der er sich selbst nicht heraushelfen kann. Dann doch lieber
Marcus> Fernsehen.

Sicherlich, aber die Endanwender sind nun mal M$-versaut. Dieses
Anspruchsdenken bekommt man mit dselect oder den *-config Skripten von Debian
nicht wieder weg.

Marcus> [...]
Marcus> Was ist, wenn der DAU was machen will, was Yast nicht kann? Dann ist
Marcus> er plötzlich mit der ganzen Komplexität von Linux
Marcus> konfrontiert, und muß auf einmal doch eine Konsole bedienen...

Da fängt der Suse-Benutzer sicherlich das Fluchen/ Fragen
Hilfe-Suchen-beim-Nachbarn-um-die-Ecke an (deshalb sind viele von uns wohl
hier gelandet). Nur hat er vorher Yast gesehen und das Gefühl, daß er
z.B. einen Benutzer einfach anlegen kann und nicht erst useradd mit X
Optionen aufrufen muß, die man sich nicht merken kann.

Marcus> Übrigens, von wegen DAU freundlichkeit. In SUSE passiert nichts,
Marcus> wenn ich auf die vielen Buttons im X Window drücke, weil die
Marcus> entsprechenden Pakete nicht installiert sind. Unter Debian kann dies
Marcus> wegen dem Menu system nicht passieren. Nur so als Beispiel.

Dazu müßte der Endanwender wissen, daß es sowas gibt, daß er sowas
braucht. Das weiß nur jemand, der sich mit dem technischen Hintergrund
beschäftigt hat. Der Normalanwender will das nicht, tut das nicht und sollte
es IMO auch nicht müssen. In meinem Bekanntenkreis läuft zu 95% Suse. Die
Suse-Anwender stören solche Dinge nicht.

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