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On Sun, Feb 04, 2001 at 09:51:38AM +0100, Andreas Voegele wrote:
> Jens Benecke schreibt:
> 
> > > Und die meisten GUI sind im Gegensatz zu einem Editor viel zu
> > > unflexibel.
> > Das hängt IMHO von der Krankhaftigkeit des Syntax ab. [...]
> Ich halte Textdateien mit flachen Strukturen fuer sehr sinnvoll, da man
> diese Dateien mit den ueblichen Unix-Werkzeugen bearbeiten kann.

ACK.
 
> Es waere allerdings nuetzlich, wenn man Einstellungen, die fuer mehrere
> Programme gelten, nur einmal konfigurieren muesste. Das kann man mit

Richtig.

> Umgebungsvariablen wie http_proxy in vielen Faellen aber auch heute
> schon.

Leider beachtet die kaum jemand, weil sie halt nicht flexibel genug sind.
:-) z.B. $https_proxy wäre noch schön.
 
> Ich denke, dass es noch andere Probleme gibt. Ich kenne nur YaST unter
> SuSE Linux, SAM unter HP-UX und die Systemeinsteller von NT, aber
> zumindest diese Administrationswerkzeuge sind alle unbrauchbar, wenn man
> mehr als einen Rechner administrieren muss.

Das ist völlig richtig. Ich befürworte ja auch Textdateien als
Standardformat, aber manchmal ist eine flache Editorstruktur nicht für die
Übersicht ideal.
 
> Ich moechte eine Aktion nicht mehrmals auf verschiedenen Rechnern
> duchfuehren muessen, sondern dem Konfigurationswerkzeug einfach nur
> mitteilen, dass es diese Aktion zum Beispiel auf allen Rechnern im Netz
> ausser den Notebooks durchfuehren soll. Andere Aktionen sollen nur auf
> Rechnern mit einem bestimmten Betriebssystem durchgefuehrt werden.

Sowas mache ich mit einigen rsync-skripten und einer Liste von Rechnern /
IPs. cfengine war mir damals zu aufwendig, der soll das aber auch können.
 
> Ausserdem moechte ich, dass meine Aktionen automatisch dokumentiert
> werden, damit ich spaeter nachvollziehen kann, was ich vor einigen
> Monaten gemacht habe.

script oder ttysnoop :-)
 
> Ich kenne bis jetzt keine GUI, die diese Anforderungen erfuellt und habe
> auch keine Idee, wie so eine Oberflaeche, wenn sie einfach zu bedienen
> sein soll, aussehen koennte.

Webmin hat Ansätze in der Richtung. I.e. die Module dokumentieren was von
wem passiert ist und du kannst Webmin sagen, daß es im Hintergrund die
ausgeführten Aktionen auf mehreren Rechnern (auf denen natürlich auch
Webmin laufen muss) duplizieren soll.
 
> Mit Cfengine klappt das alles aber recht gut. Ich muss zwar die Synt..
> ..i Dateien mit hierarchischen Strukturen wird das alles viel
> komplizierter.

Hm. Ich denke jetzt daran, daß man cfengine _wahrscheinlich_ viel einfacher
gestalten könnte, wenn die Konfigurationsdateien eine _einheitliche_ (ob
nun hierarchische oder nicht) Struktur hätten. Dann würde man nämlich auch
das Parsen der Konfigfiles dem dortigen Parser überlassen und cfengine wäre
nur noch ein daemon, der Rechnern A..E z.B. sagt "Apache::Access::Directory
/var/www::Allow from 192.168.1." - ob dies nun per XML-Syntax in
/etc/apache.conf oder /etc/apache/access.conf oder in obskurem
binary-format in /etc/registry/user.dat gespeichert wird :-) ist dem
cfengine in der Situation völlig egal, das macht die libinifile.so .

Fazit: cfengine & co bedoktern das Symptom, nämlich (zu) viele verschiedene
Konfigurationsdateiformate. Sie haben nur ihre Berechtigung weil es keine
einheitliche Syntax in den Dateien gibt, und daher keine einheitliche
Parser-Library benutzt werden kann.  Sonst könnten diese Tools _deutlich_
vereinfacht werden oder würden sogar wegfallen.

Nur sehe ich nicht, daß sich die Ursache, nämlich das Formate-Chaos in
/etc, in nächster Zeit ändern wird - insofern haben diese Tools durchaus
ihre Berechtigung und sind auch in _dieser_ Situation eine gute Lösung.


-- 
A: "Ist [...] noch am Leben?"
B: "Sie wurde zusammen mit ihrem Mann begraben."
A: "Das beantwortet meine Frage nicht!"
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