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Re: Geschlechtsneutrale deutsche Übersetzung oder nicht?



Patrick Schoenfeld wrote:
Hi,

vorweg möchte ich doch direkt einmal ein dickes Lob an dich
aussprechen, denn "mein Arsch @ GMX dot net" klärt hier auf,
was eigentlich Toleranz ist.
Schön dass meine emailadresse für dich so lehrreich ist.


Doch, das kann man sehr wohl. Da Frauen etliche Jahrzehnte (oder gar Jahrhunderte) nicht einmal die selben Berechtigungen hatten wie
Männer ist es nur fair, wenn man jetzt mal damit anfängt ihnen
bei so Kleinigkeiten (mir ist es egal wie man mich in einem Dokument
anredet wenn das nicht gerade im Stil von "Hey du Arsch gib mal xyz auf deiner Shell ein" passiert) entgegen zu kommen oder Ihnen einfach
auf irgendeine andere Weise vermittelt, dass man Ihnen den Respekt
entgegen bringt, den Sie verdient haben. Genau darum geht es meiner
Meinung nach.
Den Respekt hat jeder verdient. Aber man Will aus Autor eines Dokumentes Informationen vermitteln und _nicht_ eine sozialpredikt halten.


Ja es haben Frauen "gemeckert" oder besser gesagt (so sieht die Wirklichkeit aus, denn gemeckert wird auf die Weide bei den Ziegen) haben sie moniert, dass Dokumentationen, Webseiten, etc. in sexistischer Manier nur Männer adressieren und Vorschläge gebracht, wie man daran etwas ändern könnte. Von dir seh ich widerrum keinen Vorschlag?!
Ich möchte auch garkeinen Vorschlag machen, da ich mich auf Grund fehlender Kenntnisse nicht dazu berechtigt fühle, welche zu machen.


Toleranz heißt meistens: Randgruppen *nicht* ausschließen. Was verstehst du also unter Toleranz? Tolerieren, dass es angeblich ein paar Dutzend sexistische Debianer gibt (warum sollten die das auf sich sitzen lassen wollen?) und einen Mißstand, an dem nichts geändert werden soll? Und wenn du wirklich der Meinung bist, dass es dem Nutzer egal zu sein hat,
dannn hast du glaube ich etwas grundsätzliches am Open Source Gedanken
nicht verstanden - die Open Source Bewegung (wenn man das so nennen will) lebt doch von der Gemeinschaft und dazu gehört - ob du es glaubst oder nicht - sogar der Nutzer dazu, denn die Entwickler allein wären garnicht in der Lage soviel Linux zu nutzen, wie sie da an Arbeit reingesteckt haben oder gar soviel Linux zu nutzen, dass sie in der Lage
wären alle möglichen Bugs zu entdecken...
Wenn man Dokumentationen nach diesem Schema schreibt
>»Der/die Betreuer/in sollte Fehler beheben.«
schliesst man die Leute aus die nicht dne Intellekt haben, seitenweise Dokumente durchzulesen, die so geschrieben sind. Wenn ich solche sinnlos aufgeblähten Sachen lese kann ich mich genausogut der Lektüre von Kleist oder Fontane widmen.




Es geht mir nicht darum zu sagen, dass es "scheisse ist", auf Frauen in dieser Art und weise Rücksicht zu nehmen. Es geht mir nur darum, darauf aufmerksam zu machen, dass an erster Stelle die Informationen eines Textdokumentes stehen, und erst ganz zum Schluss solche Sachen gehören.

Wieso werden nicht einfach in den Dokumenten die Leser als weiblich addressiert und auch von Frauen geredet? Mir ist das vollkommen latte, ich fühle mich als Mann nicht von sowas angegriffen.

Man kann sich doch nicht auf kosten von Inhalt, Lesbarkeit und Sachlichkeit an irgendwelche sinnlosen Etiquette halten.

Der Nutzer möchte Informationen bekommen. Es ist dabei vollkommen egal, ob er als Mann, Frau, Waschmaschine oder Christ angesprochen wird. Die Autoren sollen schreiben können, wie sie wollen und sollen sich nicht an solche etiquette halten müssen. Der Nutzer soll lesen was er will oder soll es lassen. Toleranz zeigt er, wenn ihm egal ist, wie er angesprochen wird, solange die Informationen stimmen.

Gruß





Ohne Größe an die pingeligen Autoren dieser Gruppe,
mit netten Grüßen an alle tolleranten, freien Menschen,

Wenn ich solche Sprüche lese, dann frag ich mich, ... ach
lassen wir das.

Gruß auch an pseudomoralische Toleranzapostel und alle anderen

Patrick





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