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Re: systemweite Locale



On Monday 13 March 2006 23:18, Andreas Pakulat wrote:
> On 13.03.06 20:50:12, Christoph Haas wrote:
> > On Monday 13 March 2006 20:45, Wolfgang Jeltsch wrote:
> > > kann es Probleme geben, wenn die systemweite Locale, die man über
> > > dpkg-reconfigure locales einstellen kann, etwas anderes als C oder
> > > POSIX ist? Ich will auf meinem Server UTF-8-Unterstützung haben und
> > > deshalb diese Locale zu de_DE.UTF-8 setzen. Ich frage mich aber, ob
> > > dadurch Programme wie logcheck durcheinander kommen können.
> >
> > Nein, kein Problem.
>
> Ach du hast alle Programme die es da draussen gibt dahingehend geprueft?

Ja, ich habe die ganze Nacht lang alle Debian-Pakete durchgearbeitet, bevor 
ich das gepostet habe. Ist doch wohl klar.

Aber kleiner Tip: ich habe ein dutzend Debian-Server hier mit 
UTF8-Konfiguration, die verschiedene Aufgaben erledigen (Proxy, DNS, 
Webserver, Mailserver, Repository, Entwicklung, Syslog, ...) und bei 
keinem ist mir bisher ein Problem untergekommen. Es gibt nur 
Schwierigkeiten, wenn jemand die UTF-8-Locale nicht auf seinem System hat 
und dann dort Dateien editiert, die wirklich UTF-8-Inhalte haben.

> Weiterer Nachteil ist, das Fehlermeldungen in Logfiles dann evtl.
> uebersetzt werden, was die Fehlersuche erschwert bzw. die Diskussion in
> englischsprachigen "Foren".

Das gilt doch wohl nur für Programme, die vom Anwender aus der Shell 
gestartet werden. Seit wann gilt die /etc/environment für Prozesse, die 
über Cron oder init.d gestartet werden?

> > Im übrigens wird /etc/environment von Shells beim Login ausgeführt.
>
> Nein, das wird durch PAM gemacht und auch nur dann wenn in der
> entsprechenden PAM-Konfig pam_env geladen wird.

Okay, PAM macht es. Trotzdem gelten die Einstellungen anscheinend 
standardmäßig nur für "su", "login" und "ssh".

> > Systemdienste bekommen davon nichts mit. Und die "LANG=C" existiert
> > sowieso immer.
>
> Auch Systemdienste bedienen sich einer Shell beim Starten, insbesondere
> wird eine Shell gestartet in saemtlichen init-Skripten.

Aber doch keine Login-Shell, die irgendwas mit PAM zu tun hat.

> Um es kurz zu machen: Ich wuerde die System-Locale auf C/POSIX lassen da
> ich keinen vernuenftigen Grund fuer de_DE.UTF-8 sehe.

Es gibt einen Grund, dass Ubuntu auf UTF-8 gegangen ist. Ob du nun auch die 
Zeichensätze aus dem östlichen Raum korrekt dargestellt haben möchtest, 
bleibt natürlich dir überlassen. Warum du aber im deutschsprachigen Raum 
gleich ganz auf Umlaute verzichten willst, geht mir gar nicht in den Kopf.
Aber beim zweiten Hinsehen in deine Mail erkenne ich, dass deine 
Umlaut-Tasten anscheinend kaputt sind. :)

> Insbesondere UTF-8 Faehigkeit ist IMHO nicht bei saemtlichen  Programmen
> gewaehrleistet, vllt. waere de_DE eine bessere Alternative.

Die Unterstützung für UTF-8 ist mittlerweile sehr gut.

 Christoph
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