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Re: Umzug-Strategie



Heimo Ponnath wrote:
Hallo liebe Debianer,

bin neu in dieser Liste und fühle mich noch nicht als erfahrener Linux-Nutzer. Ich plane in den nächsten Tagen mein SuSE 7.3 System in ein Debian Woody System umzuwandeln. Und weil der Rechner voll in meine Produktion eingebunden ist, soll das mit möglichst wenig Ausfällen geschehen. Ich bin also dabei, mir eine Strategie zu überlegen, wie das zu erreichen ist und hoffe, daß mir andere aus der Liste, die diesen Schritt schon hinter sich haben, dabei noch ein paar Tips geben können.
...
Er arbeitet störungsfrei, was mich in der Anfangsphase viel Schweiss gekostet hat. Eigentlich halte ich mich an die alte Weisheit: "Never touch a running sytem" - aber zum einen nähert sich die SuSE-Version 7.3 allmählich ihrem Unterstützungsende und zum anderen wird mein System nach diversen Patches, Updates und Installationen etwas unübersichtlich, sodaß insgesamt ohnehin mal gründlich aufgeräumt und aktualisiert werden müsste. Und statt das mit einem zu erwartenden SuSE 9.0 zu machen, steige ich eben auf Debian um.

Genau das habe ich auch gemacht. Bei mir war's 7.2 Pro, aber ansonsten genau so. Wenn Dir Dein System etwas wert ist, dann würd ich Dir vollgendes vorschlagen: Jetzt ist die Zeit für ein gutes Backupsystem! Einen oder 2 gute(n) Wechselrahmen (Icy Dock), eventl. ein extra Carrier und 2 Festplatten >= 40 GB. Luxus fans nehmen noch einen Hotswap Controller. Den vermisse ich übrigens. :-) Die gesamte (!!) Installation "backuppen" - ich nehm dazu immer mc als root und 1,5 Stunden Auszeit. :-) Wenn SuSE.backup() {Platte putzen, Woody r1 installieren} Alle Konfigs die Du dann brauchst (+ Mailverzeichnisse, etc.) kopierst Du Dir dann nach und nach bei bedarf in Dein neues Homeverzeichniss. Fertig. Wir sind ja nicht bei SinnlosXP :-) .

Du kannst Dir in einem Netzwerk eventl. noch etwas an Stress ersparen wenn Du darauf achtest das Dein neuer Debian User nicht nur den gleichen Namen sondern auch die gleiche Usernummer hat (!!). Macht bei den üblichen SSH Aktionen ungleich weniger Stress.

Bedenke: Alles was es bei SuSE gibt, gibt es auch bei Debian, z.T. sogar viel besser (Systemverwaltung z.B.) und wenn Dir das Geld für die oben genannte Hardware zu viel erscheint, sei Dir bewust: Mit der Methode dauert es ungefär 40 Minuten um von SuSE 7.2 Pro nach Woody zu migrieren. Du sparst viel Zeit und Ärger. Meine Methode ist zudem noch *sehr* Fehlertolerant (Rückkehr zu SuSE jederzeit möglich) und schlussendlich hast Du ein ideales Backupsystem für die Debian Zeiten vor Dir. Und von dem was ich Deinem Post entnehme, scheint Dir an einem sauber gepflegtem System was zu liegen.

Häppchenaktionen mit VMWare sind meines erachtens zumindest bei Linux auf gleicher Architekur überflüssig.

Phillip



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