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Re: Daten von Uralt-Laptop abziehen (gelöst)



Moin,

Am 16.05.2017 um 21:48 schrieb Hartmut Niemann:
> Vielen Dank an alle für die rege Diskussion und die vielen Hinweise!
>
> Nach einigen vergeblichen Anläufen mit einer seriellen Verbindung habe
> ich dann doch zum Schraubenzieher gegriffen
> und die Platte ausgebaut. Zu meiner Überraschung war sie bereits
> IDE/PATA, und ein Arbeitskollege hat mir einen
> passenden Adapter nach USB ausgeliehen, und dann habe ich die Daten
> ganz einfach mit einem Windows-7-Dienst-PC auf einen
> USB-Stick kopiert. Nicht so sexy wie terminal.exe und XModem und getty
> und rzsz, aber erfolgreich :-)
>
> Viele Grüße
> Hartmut

mich freut zu hören, das Du erfolgreich warst.

Dein Ansinnen wirft eine Frage auf, mit der wir vermutlich noch häufiger
konfrontiert werden. Meines Erachtens befindet sich die Gesellschaft
bereits in einem "dunklen Zeitalter" - ich meine das nicht politisch
(das ist eine andere Sache...). Vermutlich wird die Menschheit trotz der
gigantischen Mengen an Daten, die sie täglich produziert, mehr
Informationen verlieren, als das in früherer Zeit der Fall war. Wir
sehen ja das Problem: Schon bei Geräten, die vielleicht 20 bis 30 Jahre
alt sind, bekommen wir es nur mit größerem Aufwand - oder gar nicht mehr
- hin, Daten von diesen Geräten zu retten. Ich habe mal versucht, eine
alte Festplatte aus der Vor-IDE-Zeit zu reaktivieren, leider erfolglos.
Fehlende Schnittstellen oder Laufwerke sind aber nur ein Problem. Ich
habe gesicherte Daten aus der Zeit mit DOS in Formaten, die ich nicht
mehr lesen kann. Ich muss mal schauen, ob ich noch Programme aus dieser
Zeit auf Diskette habe (ein 3,5"-FDD ist in einem alten Testrechner
eingebaut...) und ob ich diese irgendwie zum Laufen bekomme. Daten
portieren dürfte aber kaum drin sein.

Letztlich zeigt auch dieses Problem, wie wichtig offene Schnittstellen
(also Standards in Hardware und Software), FOSS und Open Hardware sind.
Zur Not kann man halt immer noch portieren oder Adapter basteln, doch
wenn keine Informationen zum Wie vorhanden sind...

Insofern: Danke Debian, Danke an die zahlreichen Unterstützer,
Entwickler und Maintainer für die geleistete Arbeit!

-- 


Mit freundlichem Gruß
Jan Kappler


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