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Re: HBCI mit Freier Software



* Dieter Schultheis <news4dsch@t-online.de> schrieb:

> Linux kennt zum Auslesen der Geräte ID's auf dem eigenen PC z.B. die 
> Befehle lspci und lsusb.
> 
> Und wenn da die ID für den Hersteller oder das Modell nicht stimmt, 
> versucht es das Betriebssystem halt mit einem nicht funktionierenden 
> Treiber. Bei echten Open Source Treibern kann man das im Quelltext 
> selbst beheben, sofern das entspechende Detailwissen vorhanden ist (bei 
> mir nicht).

Ohne die Geräte genauer zu kennen, sagt mir mein Bauchgefühl grad,
daß sie Serial-via-USB als Transportschicht verwenden - dh. sicherlich
intern einer der vielen erhältlichen media converter cores verbaut,
die man zuweilen auch in dedizierten Dongles findet - jedoch mit
einer eigenen Vendor/Device-ID. Derartiges hat ein vergangener Kunde
von mir mit seinen EKG- und Spiro-Abnehmern auch so gemacht.

Das mag unsereins als Systementwickler vielleicht etwas skuril anmuten,
macht aber auf Applikationsebene durchaus Sinn: die IDs beschreiben
hier nicht die Transportschnittstelle als Einzelelement ("ich bin ein
serielles Gerät") sondern das Endgerät ("ich bin ein Spiro-Abnehmer
Typ ABC"). Man geht hierbei davon aus, daß es für jedes Endgerät
einen dedizierten Treiber gibt - eine Denkweise von der wir uns in
der OSS-Welt lange verabschieded haben.

Beide Sichtweisen haben im Gesamtökosystem durchaus ihre Berechtigung
(es gibt ja hier nicht nur die technischen Lowlevel-Fragestellungen,
sondern auch das gesamte operative Management bishin zum Endnutzer),
bleibt nur die Frage, wie sih beide sinnsoll miteinander verknüpfen
lassen. Mein Vorschlag wäre, die innere Struktur der Endgeräte selbst
mit ins Topologiemodell mit einzubeziehen (sodaß diese auch direkt
über den Bus abfragbar ist). Im einfachsten Falle hätte dann der
serial-converter einen ähnlichen Stellenwert wie ein nativer Hub.

> Soweit mir bekannt, rückt dieser Gerätehersteller nur Closed Source 
> Treiber raus. Kann daher nur dieser Fixen. Fatal ist hierbei aber, wenn 
> zwei verschiedene Geräte / Modelle eine identische Vendor:Device ID 
> nutzen. Dann ist guter Rat teuer, da nicht unterscheidbar, wenn beide 
> Modelle angeschlossen oder beide / der falsche Treiber installiert ist / 
> sind.

Ah, dh. also der Hersteller geht gerade *NICHT* den oben beschriebenen
Weg, sondern beläßt die original ID des converter chips ?


cu
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