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Re: Debian Social Contract/Release -> Krise?



On Sat, May 01, 2004 at 10:21:58AM +0200, Michael Hierweck wrote:

> ich m?chte diese Thema bewusst gern auf einer User-Mailingliste 
> ansprechen, weil es letztlich die User trifft; auch diejenigen, welche 
> sich nicht devoloper oder legal und andere Speziallisten mitlesen.

Durchaus berechtigt, denke ich... 

> Fakt ist offenbar, dass sich Debians Auffassung von Freiheit mit 
> mehreren Gegebenheiten nicht vertr?gt, ua. mit manchen "Open 
> Source"-Lizenzen, besonders im Bereich Dokumentation, andererseits mit 
> Firmware (ohne Sourcecode) im Kernel.

"Wenn ich tot waere, wuerde ich mich nun im Grabe rumdrehen." 
(Ian Murdock, heute auf debian-devel)

Ich wuerde mich auch mitdrehen.... 

> Ich sehe eigentlich un?berwindbare Probleme: Man wird nicht nur heute, 
> sodnern auch in Zukunft viel Energie aufwenden m?ssen, um die Spreu vom 
> Weizen zu trennen. "Die Guten in main, die Schlechten in non-free".

Nur dass immer mehr nach non-free wandern duerfte... irgendwo wird man immer
irgendwas finden, was nicht so 100%ig DFSG-free ist...  

> Debian hatte noch nie einen Release-Zyklus, der den Einsatz aktueller 
> Soft- und Hardware beg?nstigte. Man hat verschiedene Ideen erwogen, wie 
> beispielsweise die Einf?hrung von "testing", um den Release-Zyklus zu 
> beschleunigen.

Debian sollte aber zumindest jaehrlich mal was releasen. Zyklen von 2-3
Jahren sind einfach nur peinlich und laecherlich. 

> Bei dem hohen Entwicklungstempo von OpenSoruce-Komponenten ist das mehr 
> als steinalt.

... und wirft kein gutes Licht auf Debian. 

> Langer Rede kurzer Sinn: wie l?st ihr diese Probleme und wie seht ihr 
> die Zukunft von Debian?

Ich persoenlich nehme unstable, aber unstable ist unstable und sollte keine
User-Distribution sein. Aber eben weil stable nicht nur stable, sondern
meistens auch stale ist, wird man ja quasi schon zu unstable gezwungen. Dann
fragt sich allerdings, wozu ueberhaupt noch stable Releases, wenn alle Welt
unstable benutzt/-en wuerde? 

In den letzten Wochen ist durchaus haeufiger mal von dem einen oder anderen
Maintainer/Developer etwas lauter der Gedanke eines Forks geworden. 
Bereits heute ist es so, dass man am produktivsten fuer Debian arbeiten
kann, wenn man sich ausserhalb von Debian befindet, also sich nicht
unbedingt an die Struktur von Debian und seinen Mechanismen/Regeln halten
muss. 

Entweder aendert sich grundlegen *sehr* bald etwas bei Debian oder immer
mehr Developer/Maintainer wandern ab, setzen sich zur Ruhe oder schmeissen
den ganzen Mist einfach hin (wie z.B. Adrian Bunk oder der Gnome Maintainer
letztens...wie hiess der noch gleich?)... 

-- 
Ciao...              // 
      Ingo         \X/



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