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Re: Serverumzug und Debian



Christoph Löffler schrieb:
Also m.W. läuft YaST2 genauso gut (oder schlecht) auf der Textconsole, wie es unter X11 läuft. Also sollte man ohne X11 die gleichen Features haben wie mit X11.

Hat das schon mal jmd.  probiert?

Ja.

Ich sollte mal für eine Firma eine SuSE 8.0 als Server installieren. Wie schon gesagt, es gibt Yast2 auf der Konsole mit denselben Funktionen wie auf X11. Nur wenn man keine Maus hat, mit der man die Optionen anwählen kann, ist man die meisste Zeit damit beschäftigt, mit TAB die richtige Stelle zu selektieren, um weiterzukommen.

ACK. Das meinte ich u. a. mit dem ersten Absatz von <40573E34.5040606@schindelka.de>.

Also *echt* mühsam. Dann die Sache mit den Sicherheitsupdates....
über YOU (Yast Online Update). Pfff, wer aptitude gewohnt und das Debian Paketmanagement kennt, wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wie man diese Funktion tatsächlich soo schlecht umsetzen konnte.

Mit der 9.0 gab es ein zusätzliches Problem: der defaultmäßig
eingesetzte Mirror liefertete die RPMs per HTTP nicht mit dem
entsprechenden MIME-Type, sondern als irgendwas wildes MS-mäßiges.
Erfolg war, daß das von den Firewalls geblockt wurde und die Anwender
zu uns gerannt kamen, weil die Updates bzw. Paketinstallationen
hängenblieben.

Natürlich lag das am Mirror, nicht an SuSE. Aber mit Debian-Mirrors
und apt habe ich so etwas noch nicht erlebt.

...Lade Paketinformationen herunter, dauerte (auf einem einigermassen schnellen Rechner) min. halbe Stunde.

Fairerweise muß man dazu sagen, daß einige SuSE-Mirrors anscheinend die
Download-Bandbreite drosseln. Versucht man, sich die Informationen
manuell zu holen, dauert es ebenso lange. Mit einem lokalen Mirror
geht das natürlich schneller. Trotzdem unverständlich, weshalb Debian
das locker hinbekommen, ein kommerzielles Unternehmen hingegen nicht.

und dann nur Yast2 auf der Konsole, *kopfschüttel*

:)

Ich habe dann meinen Chef davon überzeugt, dass Debian da viel komfortabler ist, sich besser updaten lässt und man nicht alle paar Monate eine neue Version kauft.

Dito. Die Kosten für das Release spielten zwar nicht die Hauptrolle,
aber die bessere Wartbarkeit. Personalkosten sind ein Faktor, der
irgendwann weh tut.

SuSE plattgemacht, Debian installiert; dabei hatte ich diesselbe Konfiguration, die ich auf Suse schon hatte, bei Debian in der halben Zeit gehabt und dank apt und security.debian.org gleich die Security Updates installiert.

Hier dauert ein Aufsetzen eines neuen Servers inklusive aller von uns
gewünschten Add-ons und Anpassungen < 1h, und das ist noch zuviel. Ich
habe mir ein Skript zusammengestoppelt, das die meisten Aktionen
automatisiert.
FAI [1] läuft in einer Testumgebung und wird die nächste Ausbaustufe.

Eine spaßige Begebenheit hinsichtlich SuSE konnte man neulich übrigens
erleben, wenn man www.suse.de aufrief. Dann landete man auf der
amerikanischen Site und mußte die deutsche explizit über eine
DropDown-Box am rechten Rand aufrufen. Inzwischen ist das korrigiert,
aber www.suse.de/de/ finde ich immer noch eine lustige Lösung.

[1] http://www.informatik.uni-koeln.de/fai/

--
Viele Grüße "versuch das mit einer anderen Distribution" Kai



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