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Re: [Debian]: Netzwerk und anderes



Sabine Wolf <wolfcdia@cetus.zrz.TU-Berlin.DE> writes:

> konfiguriert hat, man erstmal gar nicht weiss, wie man die
> Konfigurationsskripts nochmal aufruft, weswegen ich zwischendurch auch

Das ist in der Regel auch nicht notwendig. Die Konfigurationsscripts,
die während der Installations benutzt werden, sind direkt in den
Paketen. Aber man kann die Programme auch von Hand bzw. mit eigenen
Konfigurationstools nachträglich einrichten.

> schon mal alles von vorne installiert habe. Die VGA-Aufloesung laeuft
> auch nur, weil ich XF86_VGA16 auf XF86_NONE gelinkt habe, weil das

Ups. Pfiffige Idee, aber es geht noch etwas eleganter. In /etc/X11
sind alle Dateien, die mit der grafischen Oberfläche zu tun haben
(diese zentrale Haltung der Konfigurationsdateien ist eine der Stärken 
von Debian - also immer erstmal in /etc nachsehen).

Dort gibt es eine Datei /etc/X11/Xserver. Hier wird der X-Server
eingetragen, den du gestartest haben möchtest, also in deinem Fall den 
dortigen Eintrag von /usr/X11R6/bin/XF86_NONE nach .../XF86_VGA16
ändern und den Link kannst du dir dann sparen (also wieder löschen).

> Matrox-Mystique-Karte etwas optimaler betreiben kann ?

Das bietet auch bo. Die Matrox-Mystique (habe ich hier auch laufen)
wird vom SVGA-Server unterstützt. Du mußt also den SVGA-Server
installieren, in /etc/X11/Xserver .../XF86_SVGA eintragen und dann
noch die wichtige Datei /etc/X11/XF86Config anpassen. Letzteres kann
man einerseits von Hand, andererseits aber auch mit dem Tool
xf86config erledigen (es gibt auch noch XF86Setup, ein grafisches
Frontend, aber ich finde es nicht sonderlich komfortabel zu bedienen
und bei mir macht es eh eher Probleme).

> denn ein, welche Netzwerkkarte mein Rechner hat ? Beim Installieren des

Treiber, egal für was, sind i.d.R. im Kernel bzw. dessen Quelltextbaum 
zu finden. Du mußt also auf jeden Fall die Kernelsourcen
installieren (die landen in /usr/src/linux). Dann ins entsprechende
Verzeichnis wechseln und mit ´make config´ bzw. ´make menuconfig´
kannst du Einstellungen für den Kernel vornehmen - u.a. auch welche
Treiber in den Kernel eingebunden werden sollen, wie z.B. für deine
Netzwerkkarte. Dies funktioniert bei der Installation eh nicht. Dann
ein ´make dep; make clean´ und schließlich mit z.B. ´make zLilo´
übersetzten (letzteres hängt davon ab, wie du Linux bootest -
alternativ z.B. auch ´make zImage´). Abschließend evtl. noch ´make
modules; make modules_install´ falls du einige Treiber als Module
ausgewählt hast (d.h. sie landen nicht im Kernel selbst, sondern in
einer eigenen Datei, die dann dynamisch zur Laufzeit geladen und auch
wieder aus dem Speicher entfernt werden können).

Ach ja, falls du mit Lilo bootest, auf jeden Fall nach dem Übersetzten 
des Kernels und evtl. kopieren an die richtige Stelle noch ´lilo´
aufrufen, um den Bootsector anzupassen, sonst kannst du nicht mehr
booten.

> wollte, hat er das eigentlich auch ganz passabel erledigt, nur wenn mit
> -lx11 eine X11-Library gelinkt werden sollte, gab es Fehlermeldungen.

Du hast vermutlich das X11-Development Paket nicht installiert
(xlib6-dev). Das nachträglich installieren und dann solltest du auch
X11-Anwendungen übersetzten können.

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