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Re: Debian Kernel 2.6.3-2



Thomas Vollmer schrieb:
Aber man kann dem Kernel ein anderes unterjubeln und da gibt es für
den Rechner auf sf.net bereits ein gefixtes.

Das meinte ich damit.


?!? Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Was meintest Du?

Ich meinte dass Du entweder ein gefixtes downloadest und benutzt oder
Deine eigene selber fixt und benutzt.


Es gibt für den Kernel ein patch der es ermöglicht ein "custom" DSDT zu benutzen. Und dann kommt noch der patch hinzu, dass es ermöglicht eben diese custom DSDT in die initrd zu legen.

Richtig. Der erste patch modifiziert den Kernel dass er eine externe
DSDT nutzen soll, der zweite patch sagt dem Kernel dass er die externe
DSDT in der initrd findet. Du kannst die DSDT aber auch in den kernel
hereinkompilieren, dann brauchst Du keine initrd mehr.

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Ich unterstelle Dir mal dass Du nicht verstanden hast wie
das mit dem "custom" DSDT funktioniert. Also:

Es gibt nur ein einziges DSDT. Dieses DSDT ist im Firmware Chip des
ACPI SubSystems gespeichert. Wenn Du Dein ACPI fähiges Rechnersystem
einschaltest, fragt der kernel - sofern er ACPI nutzen soll -
beim ACPI SubSystem des Rechners nach einigen Tabellen, unter anderem der
DSDT. Daraufhin übergibt das ACPI-System die DSDT an den kernel, der
die DSDT auswertet und dann in seinen eigenen Speicher legt. An dieser
Stelle greift der patch ein. Wenn Du eine gefixte DSDT hast, so
übernimmt der kernel die gefixte DSDT anstelle der DSDT von der
ACPI Firmware.
Die aktuell genutzte DSDT findest Du in /proc/acpi/dsdt. Wenn Du also
einen Rechner hast von dem Du weißt das die DSDT kaputt ist ( ich
unterstelle mal dass das bei 95% aller Rechner so ist) oder acpi mit Linux
überhaupt nicht funktioniert, kannst Du die  DSDT disassemblieren,
fixen (ist nicht immer schwer) und neu kompilieren.
Den kompilierten Output benutzt Du dann als Input beim kompilieren
des gepatchten kernels ODER in der initrd.

Wenn Du noch tiefergehende Fragen zu ACPI hast kannst Du sie
gerne stellen.


--
Mit freundlichen Gruessen
Bjoern Schmidt




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