[Date Prev][Date Next] [Thread Prev][Thread Next] [Date Index] [Thread Index]

Re: Ext3 und 2.4.x Kernel gleich bei Installation einrichten - aber wie? Gefahr durch Ext3?



-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Am Sonntag, 9. Februar 2003 07:17 schrieb Markus Klaffke:
> Guten Morgen Liste,
 
> Was spricht übrigens gegen Ext3? Hier in der mailingliste steht irgendwo in 
> einem Nebensatz kurz angedeutet das Ext3 noch nicht zu Ende entwickelt sei 
> und daher Probleme entstehen können. Kann das jemand bestätigen und 
> vielleicht kurz auf die möglichen  Gefahren eingehen?
Wenig, bei Migrationen. Man kann bequem ext2->ext3->ext2 switchen.

Ich ziehe bei Neuinstallationen eindeutig XFS von SGI vor. Das dürfte
das meist erprobte und meist verwendete Journaled Filesystem mit den 
wenigsten bekannten problemen und Bugs aus der Vergangenheit sein.

Bei den journaled FS gibt es:
JFS - von IBM, immer wieder bekannt für Bugs und Boot-Problmabstürze.
JFS ist das alte Workstation/Server FS für AIX, portiert auf Linux, die Linux
Version des JFS ist nicht mit der AIX Version austauschbar, inkompatible, wg.
a) AIX-Logical Volume Manager, und FS-Struktur.

REISERFS - bekannt für große Probleme im Kontext mit NFS und auch
bekannt für einen Haufen Total-Datenverluste. Ich deswegen hiervon 
erstmal kuriert. Anderer Seits auch das FS mit dem modernsten Design und
unglaublichen Filezugriffs zeiten, auch bei gigantischen Verzeichnissinhalten.
(z.B. news server, eMailserver, Arkeia Backup V4.x).

ext3 - erweitertes ext2, up- und downgradebar zu ext2. Ext2 ist imho ein
Ausbund an Stabilität. ext3 ergänzt ext2 2 um journaling Fähigkeiten.
Hat aber noch die alten ext2 Schwächen:
- - langsame Dateisuche in großen Verzeichnissen,
- - einmal allocierter Speicher aus großen DIRs ist bis zum löschen des Dirs weg,
- - gelegentliche fsck immer noch nötig,
- - nicht online erweiterbar/Vergrößerbar

XFS - von SGI das Workstation und Server FS für Irix. Vollständig kompatibel zu den
Irix Plattenstrukturen. Man zupft aus einer O2/Indigo/Crimson eine Platte 
und kann sie im Linux lesen ;->>
- - Seit über 15 Jahren im Echt-Server Betrieb, seit 10 Jahren derselbe strukturelle 
Aufbau des FS,
- - performat,
- - echtzeit-fähig,
- - erweitetes Rechtemanagement: POSIX ACLs, 
- - online/gemoutet erweiterbar (z.B. im Context mit LVM), oder wie ich gerade selbst gemacht habe:
(Notebook Platte mit dd auf Datei im Server, neue Platte in Notebook (Größer), von knoopix gebooted,
Image date zurück auf hda, neubooten - knoopix, mit fdisk die letzte Partition vergrößern (Meine Linux XFS PArt),
speichern, neubooten altes System df / gab 99% used, "xfs_growfs /" anwerfen, "df /" ergab: 12% used. Onlie, ohne
Probs,.
- - keine mir bekannten datenverluste oder crashs, die einen Totalverlust zur Folgehatten
- - Linux auf einer XFS Root Part war eigentlich immer zum starten zukriegen.
Einzige bekannte Ausnahme: ein ICP-Vortex controller mit 512MB write-back-cache, der hatte auf der Rootfs
Platte Log und Daten mal verwürfelt, also von koopix booten und xfs_check /dev/sda1 und fertig.

Ich kann mich bei der Frage, welches journaled FS eigentlich nur für XFS (meine erste Wahl, gerade beim
Neuaufsetzen eines Servers/Notebooks) oder ext3 (bei einem Server Upgrade mit ext2 bevorzugt) erwärmen.

IBM's JFS und reiserfs sind in produktiv-Umgebungen für mich "gestorben", wg. zu vieler Probleme.
Mit dem JFS oder Reiserfs war eigentlich immer was im Argen. Man mußte eigentlich immer die MLs 
screenen und die Webseiten checken oder die Kernel ML chcken, ob gerade das Problem, was man
gerade hat, mal wieder ein "alter Bekannter" war.

mfG
	Jürgen

- -- 
Jürgen Sauer - AutomatiX GmbH, +49-4209-4699, jojo@automatix.de **
** Das Linux Systemhaus - Service - Support - Server - Lösungen **
** http://www.automatix.de http://www.kranautomatisierung.de    **
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.2.1 (GNU/Linux)

iD8DBQE+SPfNW7UKI9EqarERAk9WAJ9+JdaY7NsMHC/IAaP+yh/OStLfbQCfQbLH
QBqwhrxC3HgZTrNTKkRx6eM=
=0KOb
-----END PGP SIGNATURE-----



Reply to: