[Date Prev][Date Next] [Thread Prev][Thread Next] [Date Index] [Thread Index]

Re: kernel 2.4.20



Hallo Stefan,

* Stefan Ulbrich schrieb [22-01-03 23:01]:
> 
> ich versuche mich erstmals daran meinen eigenen kernel zu compilieren. 
> ich habe die 20-er sourcen entpackt und will sie mit make menuconfig 
> configurieren.
> 1. gibt es irgendwo eine gute beschreibung, was ich als 
> normalsterblicher k7 user wirklich benoetige

Wenn du bisher nur Distri-Kernel benutzt hast, liegt die
Konfig-Datei des bisherigen Kernels in /boot als
config-2.4.18-bf2.4.
Kopiere diese Datei nach /usr/src/linux als .config. Führe dann ein
make oldconfig aus und drücke bei allen Konfigurationsoptionen, die
dir vorgeschlagen werden, einfach Enter.
Dann make menuconfig und die aktuelle Konfiguration untersuchen.
Damit kannst du dir ein parr schlaue Sachen merken, aber es ist
natürlich, für dein System, viel zu viel im Distri-Kernel
eingebacken.

Am einfachten ist es, du gehst manuell Stück für Stück vor:
Evtl. vorhanden .config in /usr/src/linux löschen, make menuconfig
und dann Punkt für Punkt durcharbeiten und nicht vergessen, die
Hilfe zu lesen, wenn du dir unsicher bist.
Gehe dabei nach dem Minimalprinzip vor: CPU-Unterstützung,
Mainboard-Chipsatz, Netzwerk.
Dann per 
  make dep clean bzImage modules modules_install
  cp arch/i386/boot/bzImage /boot
  $EDITOR /etc/lilo.conf
  
     image=/boot/bzImage
        label=Testkernel
        read-only
  
hinzufügen. lilo ausführen. Wenn lilo sauber durchläuft, rebooten
und Testkernel auswählen. Schau auch nach, ob "prompt" in der
lilo.conf steht, damit du beim booten den Kernel auch auswählen
kannst. 
Wenn der Kernel bootet, dann weiter optimieren.
Wenn er nicht bootet, alten Kernel laden.
Die letzten beiden Schritte wiederholen, bis du deinen Kernel hast.

Für spätere Kernel kannst du dann wieder deine .config nehmen, in
den neuen Source-Tree kopieren und make oldconfig ausführen.

Mit jedem Kernel, den du kompilierst, wirst du mehr Sicherheit
erlangen.

HTH

Gruss Udo

-- 
Wenn ich einem Schwein eine RedHat-CD um den Hals binde und es trete
kann man sagen, dass KDE & Co. auch ohne Ram schnell laufen.
                -- Robin S. Socha in de.comp.os.unix.linux.newusers--

Attachment: pgpToLZAOxwHF.pgp
Description: PGP signature


Reply to: