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[Debian]:Re: Zeitschrift: Linuxer sind Kulturverweigerer!



On Wed, May 10, 2000 at 11:34:26AM +0200, Stefan Nobis wrote:
> Jens Benecke <jens@pinguin.conetix.de> writes:
> > Nicht von Viren, jedenfalls nach der Lexikondefinition. Viren
> > verbreiten
> Dann nehmen wir halt Würmer und Trojaner dazu und die Probleme bleib..
> ..nux, Win und so weiter ziemlich genau gleich groß, mit dem einzigen
> Unterschied, dass es für Linux ob der geringen Verbreitung halt nur recht
> wenige bösartige Programme/Scripte gibt, was sich aber mit einer
> stärkeren Verbreitung schlagartig ändern kann.

Eben halt nicht, egal wie verbreitet es ist. Unter Linux hat keine Firma
die Position, dich quasi zur Benutzung eines (miserablen) Programmes zu
ZWINGEN - einen Mailclient, der ohne große Nachfrage einfach so Skripte
ausführt  wird es unter Linux einfach nicht geben, und wenn doch, wird ihn
keiner benutzen. Dito andere Programme.

Man hat die WAHL. Das ist der springende Punkt.
 
> > > nur noch Windows. Aber das viel tiefergehende Problem ist der Pfusch,
> > > der im EDV-Bereich oft vorherrscht (und nicht nur dort, wenn ich mir
> > ACK - und hier ist Microsoft schuld :-) denn wegen MS sind viele der
> Völliger Unsinn. Mangemant- und Organisationsstrukuren haben nicht mit MS
> zu tun. Und der Schwachsinn, der da teilweise so verbrochen wird, ist

Ich meinte das durchaus ernst. Gerade das Management sieht eine
Hochglanz-A3-Anzeige von MS, guckt deren Aktienkurse an und informiert sich
etwas über die letzten Geschäftsberichte - und dann wird MS-Software
geordert. WAS die machen ist doch völlig egal, sie haben damit Erfolg.

Trust me: so läuft das. Hab ich schon oft genug live miterlebt.

> bedeutend älter als MS (man denke z.B. an das Peter-Prinzip: ein
> Mitarbeiter wird so lange befördert, solange er seinen Job gut macht -
> ergo wird er auf einer Position hängen bleiben, die er schlecht macht).

Oft genug Realität: Ein Mitarbeiter wird "wegbefördert", wenn er unbequem
ist, z.B.  zu engagiert, oder irgendeine starre Hierarchie umkrempeln will.

> Ich habe inzwischen einige größere Firmen von innen kennen gelernt (und
> zwar völlig unabhängig von EDV-Fragen) und was sich mir da so teilweise
> gezeigt hat, war sehr... ähhh... irritierend.

Da sind wir uns einig.
 
> > Meinung, "wir nehmen NT weil das unsere Putzfrau in der Kaffeepause
> > administrieren kann". -> Desaster
> Wie gesagt, ich bezog mich nicht auf EDV und noch viel weniger auf MS.

Solange eine Firma allen erzählt, ihre Software ist von jedem
Meerschweinchen zu bedienen, und die Leute das GLAUBEN, und den Mist
KAUFEN, trägt m.E. diese Firma an dem Chaos durchaus Mitschuld, das dann
ensteht.

Realismus ist gefragt. Nur leider haben halt zu oft die das sagen, die das
Geld haben - und nicht die, die die nötige Ahnung haben. (Glaubst Du
wirklich, ein Admin würde _freiwillig_ M Sexchange installieren, wenn er
vor der Wahl steht?!)



-- 
"Was ich viel lieber wissen möchte: Wann zahlt Microsoft für den Milliarden-
Schaden, den die fehlenden Sicherheitsvorkehrungen von Windows & Outlook
angerichtet haben? Und warum werden von den betroffenen Firmen bloß die
Symptome bekämpft, anstatt endlich mal sichere (non-MS) Software einzusetzen?"

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