[Date Prev][Date Next] [Thread Prev][Thread Next] [Date Index] [Thread Index]

Re: Deutsche Anführungszeichen (in coreutils)



Hallo,
On Mon, Jan 26, 2004 at 12:24:35PM +0100, Michael Piefel wrote:
> Das ist alles nicht schwierig einzustellen, aber es sind leider etliche
> kleine Schritte. (Im konkreten Fall ist es wohl so, dass es noch ein
> Paket mutt-utf8 gibt, das das kann; dieses gibt's jetzt endlich nicht
> mehr, weil das normale mutt das beherrscht.)

Da werde ich unseren Sysadmin mal bitten, das zu installieren.

> Die Standardinstallationsprozedur wird wohl meist Latin-1 nehmen. Im
> Prinzip sollte die Generierung der Locale ausreichen; im GDM kann ich
> mir Sprache (und Kodierung) auswählen, das mache ich auch nur einmal.

Ok, KDE/Gnome dürften da zentral einstellbar sein.

> > Aber wenn ich auf der Shell lese
> > Verschiebe ,,Datei" nach ..
> > dann bin ich irritiert.
> 
> Ich auch. Ich finde das sehr hässlich. Ich hatte schon vorgeschlagen,
> eine andere Ersetzung zu machen, nämlich genau die naheliegende ???->» und
> ???->«. Das ist in iconv... Ich glaube, Bruno Haible ist/war dafür
> verantwortlich und war dagegen, als wir das mal diskutiert hatten.

D.h. ein Bug an iconv? Ich kenne mich mit den technischen Punkten
leider nicht so aus.

> > "," ist ein, wenn auch ungebräuchliches (Rootkits) erlaubtes Zeichen
> > in Dateinamen, das ich auch (zumindestens in einigen Shells)
> > ungequoted verwenden kann. Das ist bei »"« nicht der Fall, und ich
> > denke, bei »»« und »«« auch nicht.
> 
> Im Dateinamen erlaubt ist natürlich alles außer / und dem Nullbyte. In
> meiner Shell kann ich ???die??? und »die« ohne Sorgen verwenden, genau wie
> Kommas. Es gibt Programme, die Dateinamen ohne Anführungszeichen
> ausgeben, und diese Dateinamen könnten dann selbst Anführungszeichen
> enthalten - sicher etwas konstruiert, aber prinzipiell möglich.

Ok, aber halt doch sehr unüblich, und damit ist die
Verwechslungsgefahr sehr gering.

> > Wenn UTF-8 (oder eine andere Kodierung) einwandfrei läuft [...]
> 
> Ich habe damit seit langer Zeit keine Probleme mehr. Ich bin
> Gnome-Nutzer, und dort ist alles Unicode-fähig. KDE wird dem sicher
> nicht nachstehen.

Ich bin vim/shell-Nutzer. Zur Zeit versuche ich z.B. mit dem vim auf
der Konsole UTF-8-Dateien zu bearbeiten, allerdings mit wenig Erfolg.
Gerade habe ich einen Tip erhalten, wie ich mit dem gvim unter X damit
weiterkomme. 

Und als nächstes ist dann apt-listchanges dran. Intuitiv ist das IMHO
noch nicht. 

> > [...] dann sollten wir schleunigst die Dokumentation schreiben, damit
> > für Sarge die Anwender nicht im Regen stehen.
> 
> Ich habe den neuen Installer noch nicht gesehen... Was ich aber bei
> dpkg-reconfigure locales so zu sehen bekomme, ist nicht schön.
> 
> > [...] wäre doch zu überlegen, die »besseren« Anführungszeichen erst
> > nach Sarge zu verwenden [...]
> 
> Siehe http://bugs.debian.org/cgi-bin/bugreport.cgi?bug=228486&msg=13

Grins, mein Bug.

> Alternativ - und das wäre meine ehrliche Präferenz - könnte man iconv
> (also letztlich libc) ändern, damit man statt
> $ echo "0: e2 80 9e e2 80 9c 0a" | xxd -r | iconv --from=UTF-8 --to=latin1//translit
> ,,"
> lieber
> $ echo "0: e2 80 9e e2 80 9c 0a" | xxd -r | iconv --from=UTF-8 --to=latin1//translit
> »«
> erhält.

Damit kenn ich mich nicht aus, mir geht es darum, das der Benutzer
nicht vor »komischen« Ausgaben steht. Und wenn das Problem in KDE und
Gnome (nutze ich nicht, nur selektiv Anwendungen davon) gelöst ist,
fein. 

> > Wenn ich davon abweichen möchte [...] dann sollte ich das zumindestens
> > diskutieren [...]
> 
> Wir haben das diskutiert, und das Ergebnis war uneinheitlich. Daraufhin
> habe ich das getan, was ich für das beste hielt, und das waren die
> deutschen[1] Anführungszeichen.

D.h. Stand der Diskussion ist also, das ein Teil die deutschen
Anführungszeichen benutzt, die (so ich das richtig sehe) ein Nutzer
bei einer Standardinstallation u.U. in KDE und GNOME, aber nicht in
anderen (Konsolen-)Anwendungen sieht, während ein anderer Teil
konsequent bei den französischen Anführungszeichen bleiben will, d.h.
defkato eine Zweiteilung.

Dann sollten wir aber zumindestens das auch dokumentieren[1]

Grüße

    Helge

[1] Ich bereite da gerade etwas vor, mehr Info in den nächsten Tagen.

-- 
Helge Kreutzmann, Dipl.-Phys.               Helge.Kreutzmann@itp.uni-hannover.de
  gpg signed mail preferred    gpg-key: finger kreutzm@rigel.itp.uni-hannover.de
    64bit GNU powered                  http://www.itp.uni-hannover.de/~kreutzm
       Help keep free software "libre": http://www.freepatents.org/

Attachment: pgpscYTDzy7Pd.pgp
Description: PGP signature


Reply to: