[Date Prev][Date Next] [Thread Prev][Thread Next] [Date Index] [Thread Index]

Re: Bullseye/Bookworm + KDE: Kmail mit einem vorhandenen Mailrchiv verbinden



Hallo Timo,

alles, was ich unten sage, gilt für Kmail 1.9.10 unter TDE (Nachfolger 
von KDE3), ist also spekulativ. Da das eine vom anderen "abstammt", 
könnte es aber helfen.

Am Mittwoch, 20. Oktober 2021 schrieb Timo Sokal:
> Hallo Leute,
>
> ich verzweifle an der Einrichtung von Kmail auf einem Bullseye!
> Vorhanden ist ein umfangreiches Mailarchiv. Bisher auf einem Rechner
> mit openSUSE als /home/.../mail. Dort unabhängig von Kmail mit
> fetchmail+procmail befüllt.

Dieser Ordner ist unter TDE ~/.trinity/share/apps/kmail/mail. Darunter 
sind alle Verzeichnisse, die Kmail dann als Nachrichtenverzeichnisse 
anzeigt. Das ist nicht dasselbe wie Verzeichnisse im Dateisystem.

> Diesen Ordner "mail" habe ich auf die neu eingerichtet Bullseye-
> Installation kopiert. Dann über die Einrichtungsdialoge von Kmail
> diesen Ordner als benutzerdefinierten Maildirordner vorgegeben. 

Wie genau hast Du das gemacht? In der Version Kmail 1.9.10 ist das nicht 
möglich. Hier kann nur pro Zugang ein Nachrichtenverzeichnis angegeben 
werden, das immer unterhalb des globalen Verzeichnisses für das gesamte 
Mailarchiv liegt.

> Wird aber, obwohl bei der Einrichtung als gültiger Maildir Ordner
> benannt, nicht akzeptiert - heißt: die vorhandene Mailablage mit
> allen Ordnern und deren Inhalt wird komplett ignoriert.

Ich habe in Kmail keinen Dialog gefunden, der es erlaubte, das oben 
genannte Datenverzeichnis einzustellen. Es gibt aber eine 
Konfigurationsdatei, in der das Verzeichnis mit dem Mailarchiv 
eingetragen ist.

Diese Datei befindet sich auf meinem (TDE-) System hier:

~/.trinity/share/config/kmailrc

In dieser Konfigdatei findet sich unter "[General]" eine Zeile:

folders=/mnt/Daten/.KmailDatenVz

Das Verzeichnis habe ich selbst geändert, da ich genau wie Du ein 
anderes für Kmail benutzen wollte, als das Vorgabeverzeichnis in 
$HOME/.trinity/share/apps/mail. Es kann ein beliebiges Unixverzeichnis 
angegeben werden, das der Nutzer benutzen (ausführen), lesen und 
beschreiben darf.

Mein Vorschlag (das funzt unter TDE):

1. Kmail schließen
2. Datei "~/.trinity/share/config/kmailrc" sichern, dh. kopieren.
3. Den genannten Eintrag in kmailrc wie gewünscht ändern.
4. KDE herunterfahren/abmelden.*
5. In der console anmelden.
6. Die geänderte Datei nach "~/.trinity/share/config/kmailrc" kopieren.
7. KDE wieder starten/anmelden.

* Es könnte (theoretisch) sein, daß ein anderes Programm als Kmail die 
Konfigdatei kmailrc überschreibt, Kontact o.ä., wenn Du Dich aus KDE 
abmeldest. Das würdest Du daran erkennen, das in der Konsole in
"~/.trinity/share/config/kmailrc" schon wieder das alte Verzeichnis für 
das Mailarchiv eingetragen ist.

In dem Falle könntest Du Dich zuerst ganz aus KDE abmelden und dann die 
Änderung in der Konsole vornehmen. Midnight Commander ist da sehr 
hilfreich.

Falls das nicht zum Erfolg geführt hat, denselben Vorgang umgekehrt 
wiederholen, dh. die gesicherte Konfigdatei wieder zurückkopieren, und 
alles sollte so sein wie zuvor.

Ich schlage das vor, da es einfach zu prüfen ist, und da KDE-Kmail von 
TDE-Kmail (KDE3) abstammt und somit die hohe Wahrscheinlichkeit 
besteht, daß so etwas immer noch genau gleich ist, oder ähnlich.

Falls nicht, ist dieser Beitrag möglicherweise bedeutungslos für Dein 
Problem. Du kannst es ja mal ausprobieren.

> Nach etwas herum spielen, u.a. mehrfachen löschen des Inhaltes von
> /home/.../mail) habe ich nun heraus bekommen, dass Kmail versucht
> eine eigene Ordnerstruktur unter /home/.../.mail.directory
> aufzubauen. Was natürlich kontraproduktiv ist.

Das ist die Weise, wie Kmail (TDE) arbeitet.

> Ich wollte nun die gesamte Einrichtung zurück setzen. Aber scheinbar
> ist die Konfiguration für Kmail über so viele Stellen verstreut, dass
> ich offenbar immer wieder etwas übersehe. Denn es gelingt mir nicht
> Kmail quasi jungfräulich zu starten.

Zum Testen: neuen Nutzer anlegen…


Hoffe, das hilft und viel Erfolg!

Herzliche Grüße
Stefan


Reply to: